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Biebertour im Leipziger Auenwald

Die Biber erobern sich den Leipziger Auwald zurück!

Seit vielen Jahren gibt eine enge Zusammenarbeit von NuKLA e.V. mit dem Verein Leipziger Wanderer e.V.  Da der Auwald das Hauptwandergebiet der Sportler ist, sehen die Wanderfreunde das Engagement von NuKLA e.V. für den Auwald positiv. Deshalb haben die Wanderfreunde in ihrem "Leipziger Wanderkalender 2026" am 14.02.26 zur 1. Bibertour eingeladen. 35 Wander- und Naturfreunde sind diesem Aufruf gefolgt.

Der Wetterbericht klang am Morgen gar nicht so verlockend, es wurden uns Schnee und Glatteis angekündigt. Doch die Straßenverhältnisse waren in Ordnung und es gab lediglich zu Beginn ein paar Schneeflocken.  Dennoch ließen sich die Wanderer von den Prognosen nicht erschrecken und fanden sich gegen 11 Uhr am Rathaus zu Schkeuditz ein, um zur geplanten Wanderung zu starten. 

Über den Klingelborn ging es bergab in die Aue der Weißen Elster. Nachdem wir von einer Herde Hühner begrüßt wurden, konnten wir zügig erste Biberfraßspuren an Weiden entdecken. Durch den Schnee und den Regen der vergangenen Tage stand plötzlich ein sonst trockenes Altwasser unter Wasser sodass wir zu einem kleinen Umweg gezwungen waren, aber wir ließen es uns nicht verdrießen und nutzten diesen für eine kleine Pause. Zurück an der Weißen Elster fielen uns schnell weitere Fraßspuren ins Auge und wir besichtigten die erste Biberburg. 

An der Neuen Luppe berichteten wir über die Probleme der Leipziger Aue. Wie wird es hier wohl in Zukunft weiter gehen? Bisher gab es keine einzige größere Maßnahme, die diese Probleme auch nur im Ansatz behoben hätte und auch 2026 ist keine Besserung in Sicht. Ob unsere so moderne Gesellschaft dazu fähig sein wird, die Aue (und damit ein kleines Stück Lebensgrundlage für uns Menschen) zu retten? Momentan ist man in der Politik und Verwaltung mit zahlreichen anderen Problemen beschäftigt und viele Bürger haben auch andere Sorgen. Prestigeprojekte wie Olympia oder ein Stadthafen sind anscheinend wichtiger als sauberes Wasser und eine gesunde Natur. Wir dürfen gespannt sein, ob es hier in Zukunft Verbesserungen geben wird. Das einzige, was wir an neuen menschlichen Aktivitäten im Auwald beobachten konnten, waren mehrere frische Kahlschläge. Als würde das der Aue und dem Auwald nun helfen!

Am ehemaligen Bürgergarten wanderten wir weiter nach Osten. Überfliegende Kraniche begrüßten uns laut.  Angelangt im Altscherbitzer Park beobachteten wir eine Nutria-Familie, welche dort emsig unterwegs war. Von weitem besichtigten wir eine weitere Biberburg, dann ging es durch den Fischgrund zurück bergauf aus der Aue hinaus ins Wochenende.

(Hinweis:  Originalbericht wurde für VLW leicht verändert)

 

Autor:  Johannes Hansmann – Nukla

Foto:  Annette Hahndorf